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Tuesday, 19 February 2013

Street Music in Oslo

The Karl Johans Street in Oslo runs in a straigt line from Central Station to the Royal Castle, passing the Norwegian parliament Stortinget. It's one of the busiest shopping streets in town: Famous brands sharing space with crappy souvenir shops and shady pubs. In winter the sidewalks are heated to melt snow and ice.
Somewhat halfway to the castle is the hightest point, forming a small, nameless square. All year long you can meet great street artists there: it's probably one of the most lucrative spots in Europe. During high season in summer they get exactly one hour each to present their shows.

I've seen young elflike women singing there in December nights, playing with icecold fingers and blowing everybodys minds and hearts away with their voices.

Strangely enough I could find only one video on youtube. But what!? We all get a chance to listen to this great Hang-player Daniel Waples! Follow this minute into a footenotefull of great street music...



Monday, 27 August 2012

Brendel | Widersprüche

In einem Interview mit dem SPIEGEL benannte der mittlerweile 81jährige Pianist Alfred Brendel die Widersprüche seines Berufs:

Brendel: Wer nur für das Publikum spielt, der sollte zuhause bleiben. Das würde doch bedeuten, dass man zum Publikum hinunter spielt, statt das Publikum zu animieren, heraufzuhorchen. Man spielt für sich und das Publikum... In diesem Beruf stecken so viele Widersprüche.
Spiegel: Welche?
Brendel: Man spielt und muss zugleich vorausdenken. Man muss sich selbst hören und sich zuhören und zugleich für die Ohren der Leute in der letzten Reihe spielen. Man muss sich kontrollieren und sich vergessen. Man hat einen genauen Plan und muss sich trotzdem offenhalten.
___

Die Herausforderungen die das Tanzen an mich stellt, empfinde ich als ebenso breit gespreizt: Das Spannungfeld zwischen Publikum und mir selbst, zwischen Kontrolle und Selbstvergessenheit, zwischen Technik und emotionalem Ausdruck erweist sich als immer wieder neu zu knackender Knoten. Wie pflegte unsere Professorin Malou Airaudo zu sagen?

"To be free doesn't mean to be all over the place!"

Sunday, 12 August 2012

Road to Anywhere

In Long Day Part I erwähnte ich meine Begegnung mit dem Straßenmusiker Dave Shire in Nîmes im Spätsommer 2011. Auch Kevin Dorney war mir in der wunderbaren Jugendherberge über den Weg gelaufen, in der abends Gäste, Angestellte und deren Freunde zusammensitzen und so genießerisch feiern, dass man sich mitten in eins der berühmten Feste von Asterix' Galliern versetzt fühlt. 

Auf meiner Radtour von Baden-Baden nach Narbonne blieb ich zwei Tage länger als geplant in Nîmes, weil die Leute dort so nett waren. Drei Monate und einen südfranzösischen Sommer später fuhr ich zurück nach Deutschland. Erneut quälte ich mich mit dem schwer beladenen Fahrrad die steile, wirklich STEILE Bergstraße hoch, rollte erschöpft durchs Tor der Herberge - und da saß Kevin noch immer, im Schatten an die Hauswand gelehnt und neben ihm Dave. Beide schienen nur drauf gewartet zu haben, dass einer vorbeikommt, um eine Runde Bier auszugeben.

Jetzt hat Kevin Dave, seinen Song und die Atmosphäre der Stadt auf Video gebannt:

Friday, 22 June 2012

BLOW!

Hier sind ganze siebeneinhalb Minuten für euch. Wenn ihr es bis Minute 2-komma-5 schafft, werdet ihr nicht ausschalten.

Neulich war ich im Music-Store. Es gibt seit einiger Zeit in Kalk eine neue Filiale. Sie ist riesig und fett. Ich habe dort eine Trompete ausprobiert. Sie war hundert Euro billiger, weil sie eine Delle hatte. Immer noch zu teuer. Wenn ich Herrn Stetson höre, will ich sofort hin und sie mir diesmal aber wirklich kaufen. Zur Musik sage ich gar nichts, sie spricht für sich selbst:

--- Ich weiß nicht, was passiert ist ---

Das Video ist von dieser Stelle verschwunden. Ihr müsst also selbst youtube aufmachen und

Colin Stetson | A Take Away Show | Part 1 

in die Suchmaske eingeben.

Tuesday, 8 May 2012

Maxim - Meine Worte

Im Moment läuft auf ZDF.kultur die Talkshow Roche und Böhmermann, die richtet sich glaub ich an Leute wie mich, an Leute die sonst keine Talkshows gucken. Sie scheint sich gerade zum Geheimtipp zu entwickeln: Also wer mitreden will: Gucken!

Die Show wird in der Wachsfabrik Köln gedreht. Dort habe ich im März parallel geprobt. Quasi im Nebenzimmer, umgeben von 25jährigen Fernsehleuten. Wahrscheinlich hat das dafür gesorgt, dass ich am Verlauf dieses Projekts interssiert bin. Außerdem mag ich die beiden Bücher Feuchtgebiete und Schoßgebete von Charlotte Roche. 'Mögen' ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ich finde sie entwaffnend und kraftvoll.

Wohin mit diesen Worten über Talkshows? Zu den Geheimtipps in der deutschen Talkshow-Landschaft gehört Inas Nacht. Auch als Nicht-Gucker kann ich sie empfehlen. Beim letzten Heimatbesuch zappte ich zufällig hinein und sah mich Maxim gegenüber, einem Kölner Musiker, der sich mit Reggae einen Namen machte und seit einiger Zeit auf Pop umgeschwenkt zu sein scheint. Sein Lied "Meine Worte" schafft, was nur wenige Lieder schaffen (ähnlich wie Philipp Poisel): Es lässt deutsche Sprache zu Musik werden. Ich habe statt der Talkshowaufnahme das offizielle Video gewählt. Es hat besseren Sound.

Sunday, 18 March 2012

L'esprit du Temps - Parle

Neulich gab es hier schon einen Song von Paul Fassbinder in Zusammenarbeit mit Herrn Norcht. Er spielt auch in einer Formation mit dem Namen L'esprit du Temps.

Paul ich ich, wir kennen uns vom Studium. Ich war im ersten Semester und ging auf eine Party. Ein Haus in der Nähe der Schule sollte abgerissen werden. Am Abend vor der Abrissbirne ließ ein Gruppe von Tänzern die Korken knallen.
Paul stand, natürlich, an der Bar im Keller: Ein Klapptisch mit Bierkiste drauf. Ich kannte keinen, die waren alle älter und viel cooler als ich. Irgendwer rief: "Ey Paul, sing ma' wat!"

Paul holte tief Luft und sang. Verdi vielleicht, keine Ahnung. Eine Arie, glaube ich. Ich war begeistert. Sowas hatte ich noch nie gehört. Das war wie die Musik, die man in sich trägt und manchmal, ganz selten, hört man sie draußen in der Welt und weiß plötzlich, dass sie da ist, seit Jahren schon.

Die Schnösel hinter der "Theke" ließen sich hinterher nicht dazu überreden, ihm für sein Lied ein Bier zu schenken. Überhaupt war die Party ein Reinfall. Wie das eben so ist, wenn man als Erstsemester irgendwo hingeht, wo alle viel cooler sind.

Paul und ich, wir ließen in den folgenden Jahren keine Gelegenheit aus, uns einen freien Flügel in der Schule zu schnappen und Krach zu machen. Irgendwann waren wir auf den Parties selbst die Coolen. Das glaubten jedenfalls die Erstsemester.

Hier also für euch: L'esprit du Temps!
 
L'esprit du Temps - Parle


Wednesday, 25 January 2012

Philipp Poisel - Herr Reimer


Ich finde die deutsche Sprache extrem schwierig für melodischen Gesang. Kein Vergleich zu den skandinavischen Sprachen, zu Englisch, Französisch oder Spanisch. Umso mehr freue ich mich, wenn Musiker das Nadelöhr finden, in dem es umso schöner klingt...

Tuesday, 6 September 2011

Kleben geblieben

Vor zirka drei Wochen fand ich bei Liz Rank Listeners "Wooden Heart".

Erst dachte ich: Näh, das kannste jetzt nicht auch bei dir posten - ist doch blöd, sowas.

Aber Scheiß drauf. Listener klabautert noch immer wie ein Welpen-Flummi durch die Windungen meines derzeit eher unaufgeräumten Gehirns.

Follow me....

Tuesday, 2 August 2011

Pläne für den Sommer?


Im Februar nannte ich meine Pläne für diesen Sommer.

Anfang August befinden wir uns mittendrin. Es ist an der Zeit, eine kurze Bestandsaufnahme zu machen. Habe ich Ziele erreicht? Wo ist Nachholbedarf? Müssen Pläne geändert werden?

Erste Teilerfolge lassen sich verzeichnen an der Bräunungs-Front (siehe Bild).

Die Wiesenjogger fehlen mir noch. Allerdings kann ich stolz berichten, dass ich bereits einige Strandjogger vom Radweg scheuchen konnte. Immerhin etwas.

Und nachts im Regen? Erst wollte ich schreiben: Keine Chance - es regnet hier nicht! Doch wie das so ist mit dem Wetter: Nichtmal in Südfrankreich ist Verlass darauf. Noch vor ein paar Jahren konnte man sich im Mai guten Gewissens auf Trockenheit bis September einstellen. Da es aber seit Anfang Juli bereits dreimal geregnet hat, bleibt Hoffnung, das Ziel zu erreichen. Fehlen nur noch die Wiesenjogger.

Das mit dem Brüsseler Platz hat sich als Schnapsidee herausgestellt. Am ersten April war ich zum letzten Mal dort (und 1000 andere auch). Die junge Frau, die neben mir saß, war so frontal auf einen Aprilscherz reingefallen, dass ich mit ins Loch sprang:

In Düsseldorf, wo, wie wir alle wissen die Bundeszentralbank liegt, war ein Lastwagen umgestürzt. Aus dem offenen Hänger quollen ... D-Mark-Scheine! Nagelneue D-Mark-Scheine; mit Helmut Kohl auf dem 10er. Der Euro gekippt!
Der Fahrer wollte alles vertuschen. Innerhalb kürzester Zeit erschien mysteriöse Security. Die Presse hatte keine Chance.

Als ich am nächsten Morgen voller Überzeugung diese Geschichte erzählte, machte ich einen Affen aus mir. Scheiß Brüsseler-Platz!

Das mit dem Dauer-Faulenz-Rekord wartet noch. Wir werden sehen. Im Moment gibt es nichtmal Wochenende, das Buch muss fertig.

Und zuletzt: Das Album des Sommers!

Lange überlegt. Es blieben übrig:

Morgens - Bonobo, Animal Magic

Mittags - Bonobo Presents Solid Steel: It Came From The Sea

Abends - Moby, Play

Play (1999) habe ich damals totgehört. Nach fünf Jahren Abstinenz ist es besser denn je. Es hat einen Gesamtbogen wie nur wenige Alben. Besonders eignet es sich dafür, mit dem Rad im Sonnenuntergang über die Landstraße zu sausen, die Musik in den Stöpseln.

Jetzt fehlen noch der Bierkiosk und das Mehr-Eis-essen.
Bierkiosk ist schlecht. Südfranzösisch wie ich geworden bin, trinke ich nur noch Pastis, bevorzugt vor dem Kaffee und in rauen Mengen. Allerdings wird meine Fähigkeit, neue Freundschaften zu schließen davon derart reduziert, dass ich mir keine großen Hoffnungen mache, dieses Ziel noch zu erreichen.

Und Eis! Gebt mir Eis!

Thursday, 2 June 2011

Take Four

Der Vorspann der Sopranos gehört zu den coolsten, die das Fernsehen zu bieten hat. Hier ist der Song in voller Länge. Vier Minuten Rock!

Wednesday, 24 November 2010

Glen Velez

Ich bin zurück von einer kleinen Berlinreise. Man, ist es dort dunkel!

Für Rhythmus-Liebhaber:

Tuesday, 20 July 2010

Lasse

Leute, ich bin ein Schwein!

In den letzten Tagen bin ich einfach nicht dazu gekommen, mich dem Blog zuzuwenden - Arbeit am Schauspielhaus Köln, zwei Wochen Proben an einem neuen Tanztheater-Stück in Zusammenarbeit mit Oliver Möller, Rückkehr aus Norwegen und jetzt ein Seminar vom DRK:
Ich bin nur unterwegs.

Hier ist noch ein Nachschlag (nicht der letzte, es kommen noch ein paar Bilder) zu Norwegen. "Faen" heißt übrigens "Teufel" und wird ungefähr benutzt wie in Deutschland "Scheiße".